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Von der 1,5 Mann IT-Bude auf über 500 Mitarbeiter wie geht das denn?

18.02.22 12:18 PM Von Markus Geißinger

Hallo lieber Tech-Unternehmer

Der unerfüllte Traum vieler Tech-Unternehmer - die Skalierung des eigenen Unternehmens auf mehrere hundert Mitarbeiter.


Um in diesen Dimensionen zu wachsen, reichen rein fachliche Skills als Unternehmer nicht aus, vielmehr ist das unternehmerische Potenzial in seiner Gesamtheit der entscheidende Faktor, solche Erfolge feiern zu können. Lass mich Dir anhand eines Beispiels zeigen, was ich damit meine:

  

Die Skalierungs-Story im Schnelldurchlauf

Der Unternehmer hatte mich damals nachhaltig beeindruckt, da er kein ITler, sondern gelernter Bänker war und eine 1,5 Mann IT-Bude auf über 500 Mann skaliert hat. Er prägte mir gegenüber den Satz: „Ihr ITler seid alles Kirschenpflücker“…

Und das sagte jemand, der ein Konglomerat von über 15 Firmen vor sich hertrieb.

  

Wie passt das zusammen?

Nun er fing mit einem klassischen kleinen Systemhaus an, um dann zu merken, dass die mittelständischen Unternehmer in seiner Region Web-Dienste, ERP-Software, Unternehmens-Prozess-Beratung, Printer-Dienste etc. brauchten. Er baute Inhaltsgesellschaften entlang der Technologie-Bedürfniskette mittelständischer Unternehmen auf. Er wahrte die Disziplin, die Gesellschaften inhaltlich ,rein‘ zu lassen, sodass die völlig unterschiedlichen Leistungs-Kulturen - zum Beispiel von Infrastruktur-Leuten und Unternehmensberatern - nicht vermischt wurden.

  

Wo Cross-Funktionen nützlich waren, wie im Key-Accounting, in der Abrechnung oder der Buchhaltung, legte er die Themen zusammen. So baute er ein - quasi kugelsicheres - Leistungsportfolio auf. Und solange man im deutschen Südwesten einen Mittelstand hat, solange hat er auch immer Aufträge. 

  

NULL IT-Kenntnisse als Wachstumsgeheimnis 

Als Sohn eines Nahrungsmittel-Unternehmers und selbst gelernter Bänker, hatte er zwei grundlegenden Features für die unternehmerische Skalierung:

1. Unternehmerischer Mindset und Skill

2. Ahnung von Finanzen 

  

Was ihm dagegen fehlte war der Branchen-Skill, ein Team und der strategische Plan. Gut, ein strategischer Plan ist basierend auf einem guten Fokus eher eine iterative Angelegenheit, da einen oft die Realität positiv sowie auch negativ einholt.

  

Also fehlten ihm noch Skill und das Team. Das Team kaufte er sich am Anfang mit 1,5 Mann ein. Später legte er im organischen und anorganischen Wachstum extremen Wert auf loyale, clevere Manager.

  

Das Führungsteam hatte außerordentliche Fähigkeiten, wie die ungewöhnliche Kombination zwischen Hands-on-Mentalität und einem strategischen Blick. Außerdem prägten Alle eine bescheidene, bodenständige Grundhaltung, verbunden mit hoher Leistungsfähigkeit, sowie Fleiß und Disziplin. 

  

Wenn man sich die Details der Entscheidungen und der Ergebnisse anschaut, sieht das alles extrem komplex und kompliziert aus. Schaust Du dahingegen aus der Adlerperspektive des Hauptaktionärs auf das Unternehmen, siehst Du ein einfaches, schönes Bild.

  

Gerade wenn man operativ und strategisch trennt, erkennt man, dass die Abschottungen der Einzelgesellschaften mit nachträglich definierten Schnittstellen im Bereich Vertrieb und Finanzen, ein genialer Zug war, um den Unternehmensfokus zu wahren.

  

Es würde ein paar hunderte Seiten brauchen, alle Bestandteile des Erfolges sauber zu isolieren und zu dokumentieren. Aber die Quelle des ganzen Erfolges war, dass der Unternehmer schon vor dem Start das Potenzial für den Bau einer Firma mit über 500 Mitarbeiter hatte.

  

Wenn Du wissen willst, was Dein wirkliches Potenzial ist, dann komme zu unserem Skalierungs-Workshop für Tech-Unternehmer und finde heraus, wie Dein Weg zum Wachstum aussehen kann.